Routenplaner für mehrere Ziele – und wann du Tourenplanung brauchst
Kostenlose Routenplaner sortieren die Stopps eines Fahrzeugs – bis zu einer Grenze. Was sie können, wann Google Maps reicht, was echte Tourenplanung anders macht und welche drei Fragen die Wahl entscheiden.
Routenplaner ist nicht gleich Tourenplanung
Ein Karten-Routenplaner beantwortet eine Frage: In welcher Reihenfolge fährt ein Fahrzeug seine Stopps ab? Adressen eintragen, Route ansehen, losfahren. Für eine einzelne Runde ist das genau das richtige Werkzeug.
Tourenplanung beantwortet eine andere Frage: Wer fährt überhaupt was? Sobald bei der Bäckerei zwei Transporter vom Hof rollen, geht es zuerst um die Aufteilung der Stopps – und erst danach um die Reihenfolge. Dazu kommen Dinge, die eine Karten-App nicht kennt:
- Mehrere Fahrzeuge: Die Stopps werden auf die Fahrzeuge verteilt, nicht nur sortiert
- Kapazität: In den kleinen Transporter passen weniger Kisten als in den großen – die Aufteilung muss das wissen
- Zeitfenster: Die Gastro-Küche will vor der Mittagszeit beliefert werden, die Apotheke hat feste Botenzeiten
- Servicezeit: Ein Stopp am Getränkekeller mit Leergut dauert länger als eine Übergabe an der Tür
Kostenlose Routenplaner für mehrere Ziele: was sie können
Wer nach einem kostenlosen Routenplaner für mehrere Ziele sucht, findet vor allem drei Werkzeuge. Das Muster ist bei allen gleich: Sie sortieren die Stopps eines Fahrzeugs. Keines verteilt Stopps auf mehrere Fahrzeuge, keines liest Adressen aus deinen Lieferscheinen – die tippst du vorher ein. Im Einzelnen, Stand September 2026 und öffentlich nachprüfbar:
- Google Maps: bis zu neun Zwischenstopps einschließlich Endziel, so die Google-Hilfe. Die Reihenfolge legst du selbst fest, Google Maps sortiert sie nicht automatisch.
- RouteXL: rechnet bis zu 20 Ziele ohne Registrierung in eine optimierte Reihenfolge – für ein Fahrzeug.
- MultiRoute: kostenlos bis sieben Haltepunkte, mit Optimierung nach Zeit oder Strecke; die Aufteilung auf mehrere Fahrzeuge gibt es nur im kostenpflichtigen Profi-Werkzeug.
Wann Google Maps reicht
Die ehrliche Antwort: oft. Ein Fahrzeug, ein bekanntes Gebiet, eine Handvoll Stopps ohne feste Zeiten – dafür brauchst du keine eigene Software. Kostenlos und sofort da.
Zwei Grenzen bleiben: Google Maps fährt die Stopps in der Reihenfolge ab, in der du sie einträgst, es nimmt höchstens neun Zwischenstopps – und es kennt nur ein Fahrzeug. Wer sein Gebiet im Kopf hat, gleicht das eine Weile selbst aus.
Mühsam wird es meist nicht auf der Karte, sondern davor: Die Adressen müssen erst in die App. Eine feste Stammrunde tippst du einmal ein, täglich wechselnde Aufträge jeden Tag – aus Lieferscheinen, Rechnungen oder einer Liste, die es längst gibt.
Was du wahrscheinlich nicht brauchst
Am anderen Ende stehen große Systeme mit Lagerverwaltung, Kommissionierung, Telematik und Frachtpapieren. Für einen Betrieb mit wenigen Fahrzeugen ist das viel Gewicht für eine einfache Frage: Wer fährt heute wohin?
Wenn du nur Touren planen willst, bezahlst du dort Module, die du nie öffnest. Die passende Werkzeuggröße liegt dazwischen: mehr als eine Karten-App, weniger als ein Logistiksystem.
Drei Fragen, die die Wahl entscheiden
Ob dir ein Routenplaner reicht oder du Tourenplanung brauchst, entscheidet sich selten an der Optimierung. Diese drei Fragen bringen mehr Klarheit als jeder Funktionsvergleich:
- Woher kommen die Adressen? Kommen deine Aufträge als Lieferschein, Rechnung oder Liste an, ist das Abtippen der eigentliche Zeitfresser – nicht die Reihenfolge. Ein Werkzeug, das die Adressen aus den Dokumenten herausliest und dich vor der Planung prüfen lässt, spart genau dort Zeit.
- Wie kommen die Touren zum Fahrer? Ausgedruckte Zettel und abfotografierte Listen funktionieren, bis eine Aushilfe einspringt oder sich morgens etwas ändert. Dann zählt, ob der Fahrer seine Tour ohne Einrichtung aufs Handy bekommt.
- Was erfahren deine Kunden? Jeder Anruf mit der Frage, wann ihr kommt, landet im Büro. Eine automatische Benachrichtigung per E-Mail oder SMS nimmt dir genau diese Anrufe ab.
Wie Adressen aus PDF-Lieferscheinen in die Planung kommen

Mit doc2route
doc2route ist für den Fall gebaut, dass deine Aufträge als Dokumente ankommen. Du lädst hoch, was du ohnehin bekommst: PDF-Lieferscheine, Rechnungen, Excel- oder CSV-Listen. Die erkannten Adressen prüfst du, bevor irgendetwas geplant wird – was sich nicht sauber zuordnen ließ, ist markiert.
Erst danach wird geplant: für alle Fahrzeuge gleichzeitig, mit Kapazitäten, Zeitfenstern und Servicezeiten. Jeder Fahrer bekommt einen Link aufs Handy, ohne App-Installation und ohne Konto – enthalten ab dem Starter-Tarif. Deine Kunden werden auf Wunsch automatisch informiert: per E-Mail in jedem Tarif, per SMS ab Starter.
Und wenn dir die Reihenfolge für ein Fahrzeug reicht und du wenige Adressen gern selbst eintippst: Bleib bei der Karten-App. Das ist keine Notlösung, sondern das passende Werkzeug für deine Runde.
Google Maps, RouteXL, MultiRoute und Excel sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Die Aussagen zu ihren Funktionen beschreiben den öffentlich nachprüfbaren Stand (September 2026) und können sich ändern.
Schritt für Schritt: aus einer Excel-Liste eine Tour planen

Häufige Fragen
Reicht Google Maps für einen kleinen Lieferdienst?
Für ein Fahrzeug, ein bekanntes Gebiet und Stopps ohne feste Zeiten: ja. Es sortiert die Stopps aber nicht selbst, und es kennt nur ein Fahrzeug – ab zwei Transportern planst du die Aufteilung von Hand.
Welcher kostenlose Routenplaner schafft mehr als zehn Ziele?
RouteXL rechnet ohne Registrierung bis zu 20 Ziele in eine Reihenfolge, MultiRoute kostenlos bis sieben Haltepunkte; Google Maps nimmt höchstens neun Zwischenstopps. Alle drei planen für ein Fahrzeug – sobald du Stopps auf mehrere verteilst, bist du bei Tourenplanung.
Was unterscheidet einen Routenplaner von Tourenplanung?
Ein Routenplaner bringt die Stopps eines Fahrzeugs in eine Reihenfolge. Tourenplanung verteilt die Stopps zuerst auf mehrere Fahrzeuge und berücksichtigt dabei Kapazität, Zeitfenster und Servicezeiten.
Wie bekommen die Fahrer ihre Tour aufs Handy?
Über einen Link. Jeder Fahrer öffnet damit seine Tagestour im Browser – ohne Installation, ohne Konto. Das hilft besonders bei Aushilfen und wechselnden Geräten. Die Fahrer-Links sind ab dem Starter-Tarif enthalten.
Wie kommen die Lieferadressen aus meinen Unterlagen ins System?
Aus deinen vorhandenen Dokumenten: PDF-Lieferscheine, Rechnungen, Excel- oder CSV-Listen. Die erkannten Adressen prüfst du, bevor die Tour geplant wird – unsichere Adressen sind markiert, und ohne deine Freigabe geht nichts raus.
Wo liegen meine Daten?
Server und Datenbank stehen in Deutschland. Touren- und Kundendaten werden standardmäßig nach 90 Tagen automatisch gelöscht — einstellbar bis 12 Monate. Details stehen in der Datenschutzerklärung.
Probier es mit deinen eigenen Aufträgen
Lade Dokumente hoch, die du ohnehin bekommst, und sieh dir an, was daraus wird. Der kostenlose Tarif reicht dafür aus.