Tourenplanung Software: was kleine Lieferbetriebe wirklich brauchen
Software für Tourenplanung gibt es vom kostenlosen Routenplaner bis zum Logistiksystem. Was dazwischen liegt, wofür sich der Schritt lohnt und worauf du bei der Auswahl achten solltest – ohne Fachchinesisch.
Was Tourenplanungssoftware tut – und was nicht
Eine Tourenplanungssoftware nimmt eine Liste von Lieferstopps und macht daraus Touren: Sie verteilt die Stopps auf deine Fahrzeuge, bringt sie in eine sinnvolle Reihenfolge und rechnet dabei mit dem, was ein Navi nicht kennt – Ladekapazität, Zeitfenster, Aufenthaltsdauer beim Kunden. Am Ende weiß jeder Fahrer, was er in welcher Reihenfolge fährt.
Nach unten grenzt sie sich vom Karten-Routenplaner ab: Der sortiert die Stopps eines Fahrzeugs, mehr nicht. Nach oben vom Warenwirtschaftssystem mit Tourenmodul: Das kennt Lager, Kommissionierung und Frachtpapiere – und kostet entsprechend. Wer nur wissen will, wer heute wohin fährt, braucht weder das eine noch das andere.
Routenplaner für mehrere Ziele – und wann du Tourenplanung brauchst
Tourenoptimierung: die Rechnung hinter der Tour
Tourenoptimierung ist der Teil, den die Software selbst erledigt. Aus allen Stopps, allen Fahrzeugen und allen Vorgaben sucht sie die Kombination, die insgesamt am wenigsten Zeit und Strecke kostet. Das ist keine Handarbeit mehr: Bei 40 Stopps und drei Fahrzeugen gibt es mehr mögliche Touren, als ein Mensch je vergleichen könnte. Manche Anbieter nennen dasselbe Routenoptimierung Software – gemeint ist dasselbe Rechenwerk.
Ehrlich dazu: Ein Zeitfenster ist für die Optimierung ein Ziel, keine Garantie. Passen zwei Fenster nicht zusammen, entsteht trotzdem eine Tour – und die Software zeigt dir, wo sie das Fenster nicht hält. Die Entscheidung bleibt bei dir. Entschieden wird dabei:
- Welches Fahrzeug welche Stopps bekommt – nach Kapazität und maximaler Stoppzahl
- In welcher Reihenfolge es sie anfährt
- Wann es losfährt, damit Zeitfenster ohne langes Warten erreicht werden
- Wo eine Pause hinpasst, wenn dein Betrieb Pausen einplant
Tourenplanung mit Zeitfenstern: was geht, was nicht

Für wen sich das lohnt: Logistik mit 1 bis 20 Fahrzeugen
Tourenplanung Logistik klingt nach Spedition. Gemeint ist hier das Gegenteil: der Betrieb, der seine Ware selbst ausfährt und die Planung nebenbei macht. Typisch sind Bäckereien mit Lieferrouten, Getränkehändler, Apotheken-Botendienste und Kurierdienste – Betriebe, bei denen die Planung morgens oder abends im Büro stattfindet und jeden Tag eine Stunde oder mehr kostet. Drei Signale zeigen, dass sich der Schritt lohnt:
- Die Adressen kommen als Dokumente an – Lieferscheine, Rechnungen, eine Excel-Liste aus der Warenwirtschaft – und werden für die Planung noch einmal abgetippt.
- Es fährt mehr als ein Fahrzeug, und die Aufteilung passiert im Kopf oder auf Zetteln.
- Kunden rufen an und fragen, wann ihr kommt.
Tourenplanung für Getränkehändler
Botendienst-Touren für Apotheken
Routenplanung für Kurierdienste

Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Die Optimierung selbst ist bei den meisten Anbietern gut genug. Die Unterschiede liegen davor und danach. Und eine Frage geht an dich selbst: Willst du eine neue Software lernen? Wenn die erste Tour länger als eine halbe Stunde dauert, ist das Werkzeug für deinen Betrieb zu groß.
- Woher kommen die Adressen? Wenn du sie in jede Software erst eintippen musst, spart sie dir die kleinere Hälfte der Arbeit. Prüf, ob sie deine Dokumente einlesen kann – und ob du das Ergebnis vor der Planung kontrollierst.
- Wie kommt die Tour zum Fahrer? Eine App mit Konto je Fahrer ist bei Aushilfen und wechselnden Handys ein Dauerthema. Ein Link, der im Browser öffnet, nicht.
- Was erfahren deine Kunden? Eine automatische Nachricht mit Ankunftszeit nimmt dem Büro die Anrufe ab. Frag, welche Kanäle enthalten sind und was sie extra kosten.
- Was kostet ein weiteres Fahrzeug? Ein Preis je Fahrzeug bleibt planbar. Ein Grundpreis plus Aufpreis je Fahrer-App wird bei Aushilfen schnell unübersichtlich.
- Wo liegen die Daten? Kundenadressen sind personenbezogene Daten. Server in Deutschland oder der EU und eine automatische Löschfrist gehören zur Pflicht, nicht zur Kür.
Mit doc2route
doc2route ist Tourenplanung Software für genau diesen Betrieb. Du lädst hoch, was du ohnehin bekommst: PDF-Lieferscheine, Rechnungen, E-Rechnungen, Excel- oder CSV-Listen. Die erkannten Adressen prüfst du – unsichere sind markiert –, dann planst du für alle Fahrzeuge gleichzeitig, mit Kapazitäten, Zeitfenstern und Pausen.
Jeder Fahrer bekommt einen Link aufs Handy, ohne App und ohne Konto. Deine Kunden werden auf Wunsch automatisch informiert, per E-Mail in jedem Tarif, per SMS ab Starter. Im Probemodus geht dabei nichts an echte Kunden raus, bis du es willst.
Bezahlt wird je aktivem Fahrzeug und Monat, ohne Grundgebühr; der kostenlose Tarif reicht für die ersten eigenen Touren. Was doc2route nicht ist: ein System für Lkw-Fernverkehr mit Frachtpapieren und Lenkzeitkontrolle. Dafür gibt es andere Werkzeuge.
Häufige Fragen
Was kostet Tourenplanungssoftware für einen kleinen Betrieb?
Bei doc2route zahlst du je aktivem Fahrzeug und Monat, ohne Grundgebühr; die aktuellen Beträge stehen auf der Preisseite. Der kostenlose Tarif hat kein Zeitlimit und reicht, um mit eigenen Dokumenten zu testen.
Reicht der Fahrer-Link, oder braucht jeder Fahrer eine Tourenplaner-App?
Der Link reicht: Der Fahrer öffnet seine Tagestour im Browser des Handys, ohne Installation und ohne Konto. Navigation, Stopp-Status und Zustellnachweis laufen darüber. Die Fahrer-Links sind ab dem Starter-Tarif enthalten.
Ist Tourenplanung dasselbe wie Routenoptimierung?
Routenoptimierung bringt die Stopps eines Fahrzeugs in die beste Reihenfolge. Tourenplanung verteilt vorher die Stopps auf mehrere Fahrzeuge und berücksichtigt Kapazität, Zeitfenster und Pausen – die Optimierung ist ein Teil davon.
Kann ich mit meiner Excel-Liste anfangen?
Ja. Eine Spalte mit der Anschrift reicht, Mengen und Zeitfenster kannst du als weitere Spalten mitgeben. Beim ersten Upload ordnest du die Spalten einmal zu, danach merkt sich doc2route die Zuordnung für diese Datei-Art.
Für welche Betriebe lohnt sich das nicht?
Für Speditionen und Lkw-Fernverkehr, die Transportaufträge, Frachtpapiere und Lenkzeiten verwalten müssen – dafür braucht es ein Transportmanagementsystem. Und für ein einzelnes Fahrzeug mit fester Stammrunde: Da tut es ein Karten-Routenplaner.
Plane deine erste Tour aus deinen eigenen Dokumenten
Lade hoch, was du ohnehin bekommst, und sieh dir die fertige Tour an. Der kostenlose Tarif reicht dafür, Zahlungsdaten brauchst du keine.